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Es war einmal...Erst mit der Angst vor Epidemien und dem Aufkommen von Hygieneansprüchen entwickelte sich in der Schweiz ein eigentliches Bewusstsein für die Siedlungshygiene.
Die industrielle Revolution führte zu einer hohen Bevölkerungsdichte Durch den Bau von Kanalisationen wurden die Abwässer aus den Siedlungen in die Gewässer geleitet. Mit der industriellen Revolution und dem damit wachsenden Wasser- und Energiebedarf, aber auch mit der Bevölkerungszunahme und dem Siedlungswachstum im 19. Jahrhundert nahmen Gewässerverschmutzungen drastisch zu. Die hygienischen Probleme wurden somit durch ökologische ersetzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden in der Schweiz deshalb auch entsprechende gesetzliche Bestimmungen erlassen. So setzte beispielsweise der Kanton Zürich im Jahr 1881 die Verordnung betreffend Reinhaltung der Gewässer in Kraft, um die verschiedenen Bedürfnisse aus dem Bau von Kanalisationen, der Reinhaltung der Gewässer und der Versorgung mit Trinkwasser zu regeln. Im Jahr 1917 wurde in St. Gallen die erste mechanisch-biologische Kläranlage der Schweiz gebaut. Damit begann eine jahrzehntelange Phase, während der in der Schweiz eine beeindruckende Infrastruktur zur Abwasserentsorgung und somit zum Gewässerschutz erstellt wurde. Kurz vor dem ersten Weltkrieg gehörten dank gewaltigen Investitionen fliessendes Wasser in der Küche und WCs mit Spülung auf jeder Etage zum Schweizer Alltag. InformationsquellenHistorisches Lexikon der Schweiz (HLS) "Propre en Ordre" von Geneviève Heller, 1979. Edition d'En bas, Lausanne "Von der Schissgruob zur modernen Stadtentwässerung" von Martin Illi et Hansruedi Steiner, 1992. Verlag Neue Zürcher Zeitung |
